Der Heckel die Ausnahme der fünfte Streifen ,
Schon lange wurde geglaubt, dass es in der Natur eine Unterart der Heckel-Diskus gibt, die als Symphysodon Diskus Willischwartzi beschrieben wurden. Diskusfische dieser Unterart sollten einen üblichen fünften Mittelstreifen besitzen, aber die Körperfärbung sollte hellgelb sein und einige blaue Streifen besitzen. Doch die Frage muss heute lauten: Gibt es diesen Fisch tatsächlich, und wenn, wie konnte er in der Natur entstehen!

Meine Gruppe Heckel
Man sollte sich zuerst mit den natürlichen Möglichkeiten im Amazonasgebiet befassen. In der Umgebung von Manaus gibt es verschiedene Diskusvarianten wie z.b.s. den Heckel-Diskus, Synphysodon diskus, oder den blauen Diskus, Synphysodon aequifasciatus haraldi. Aber auch der angebliche Willischwartzi Diskus wurde hier gefangen.
Heckel - Diskus kommen fasst aussschliesslich im Rio Negro- Gebiet vor, während die blauen Diskus in Rio Purus, Rio Manacaturu und Rio Urari gefangen werden.Der Willischwartzi - Diskus stammt wohl eher aus dem Rio Abacaxis und dem Rio Curium. Wenn wir und die geographischen Gegebenheiten des Landes einmal anschauen und die Fundorte dieser Diskusfische, dann könnte leicht verstanden werden, dass der Willischwartzi-Diskus eine Kreuzungsvariante ist.

Einer meiner Nahmunda Heckel
In der Natur und natürlich auch im Aquarium können alle Diskusfische mit einander verpaart werden. bei Willischwartzi -Diskus scheint auch der Braune Diskus Eingekreutzt zu sein, denn dieser Diskus zeigt doch sehr viele Merkmale eines Braunen Diskus .Jedenfalls bleiben Diskuswildfänge und ganz besonders Heckel-Diskus immer etwas Spezielles für den Aquarianer und sie fordern uns täglich neue heraus. Gerade die Nachzucht des Heckel-Diskus ist äußerst schwierig, denn diese Fische verlangen einen sehr niedrigen PH-Wert.
Sollten Sie sich für Heckel -Diskus interessieren, müssten Sie diesen unbedingt in ihrem Aquarium einen PH-Wert von unter 5,5 anbieten können. Für die Zucht ist es sicherlich nötig den PH-Wert nochmals um einiges abzusenken und etwa auf 4,5 ein zu stellen.Allerdings ist das sehr weiche Aquarienwasser mit niedrigem PH-Wert sehr instabil und schwierig zu haltern. Es gehört also schon eine gehörige Portion an Erfahrung dazu, um Heckel-Diskus das ideale Aquarienwasser zu bieten und sie sogar eines Tages erfolgreich nach zu ziehen.

Einer meiner Madeira Heckel-Cross
Der Import von Heckel-Diskus wird durch die Bedürfnisse der Fische, den niedrigen PH-Wert bestreffend, sehr erschwert.Schädigungen sind programmiert, wenn in der Transportkette der PH-Wert über 6,0 ansteigt. Selbst im Heimatland Brasilien kommt es immer wieder vor, dass die Fänger beim Heimtransport der Heckel-Diskus Wasser zum wechseln verwenden, welches nicht mehr aus dem Rio Negro Gebiet stammt. Dann werden die Fische plötzlich mit zu hohem PH-Wert konfrontiert und es kommt bei diesen Transporten zu großen Ausfällen.
Gerade die Bedürfnisse der Heckel-Diskus sind noch viel zu wenig bekannt und daraus resultiert auch die Tatsache, dass sie schwer nachzuzüchten sind. Auch im Heimaquarium gelingt die Nachzucht nur, wenn der PH-Wert angesenkt wird. Ein PH-Wert 4,0 und 5,0 ist für die Nachzucht ideal, aber im weichem Aquarienwasser auch nur sehr schwierig zu halten. Das weiche Wasser ist einfach zu instabil. Die Asiaten haben erkannt, dass es auch wesentlich einfacher ist, Zuchterfolge zu erzielen, wenn ein WF-Heckel -Männchen mit einem belibiegen Heckel-Weibchen verpaart wird. Diese Mischformen sind einerseits zwar ab zu lehnen, andererseits entsprechend ihr aber genau den Bedürfnissen der Asiatischen Züchter, die ja so gerne mit Diskusfischen Zuchtversuche betreiben.
Deshalb ist mein Motto NATUR IST PUR!!!!