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Die Heimat
Das riesige Amazonasgebiet Brasiliens ist die Heimat unserer Diskusfische Obwohl auch die Staaten Peru,Kolumbien und Venezuela das an Amazonasgebiet angrenzen , spielt doch Brasilien die ausschließliche Hauptrolle beim Export von Wildfangdiskusfischen . Das gigantische Regenwaldgebiet des Amazonasbecken mit seinen zahlreichen großen und kleinen Flüssen übersteigt die normale Vorstellungskraft der Menschen , denn man kann sich kaum vorstellen , wie riesig diese Flußsytheme sind .
Heute ist es auch nicht mehr ohne weiteres möglich , Fische in Brasiliens Flüssen zu fangen und problemlos zu exportieren . Es ist jetzt schon eine Fangerlaubnis oder eine Exporterlaubnis notwendig . Bei der Ankunft in einen der Zentren Amazoniens wie Manaus , Santarem , Belem oder Tefe bleibt es so wie so nicht aus , einen lokalen Fischer mit Boot und Hilfe zu bitten . Solche Touren sind mit hohen Kosten verbunden denn Brasilien ist kein preiswertes Reiseland .
Diskusfische in Brasiliens Flüssen zu fangen , ist nicht gerade sehr einfach , denn die Fangmöglichkeiten hängen sehr stark von der Jahreszeit ab und während der Hochwasserperiode ist es so gut wie unmöglich , Diskusfische zu finden . Erst wenn das Wasser ziemlich zurück gezogen ist - in der Trockenzeit , die durchschnittlich zwischen Oktober und März sattfindet- besteht eine gute Chance , Diskusfische zu fangen .
Im Amazonasgebiet werden im wesentlichen drei Arten von Gewässertypen unterschieden , jedoch kommt es während der Überschwemmungszeit zu starken Vermischungen so das es nicht immer gewährleistet ist ,die eindeutigen Gewässertypen festzustellen .
Der Weisswasserfluss
Am bekanntestenund auch am gigantischten sind die Weißwasserflüsse Amazonas , Solimoes, der Rio Branco und der Rio Madeira . Als Typische Klarwasserflüsse können der Rio Tapajos und Rio Xingu eingestuft werden . Aber am bekanntesten neben den Amazonas ist wohl der Schwarzwasserfluss Rio Negro , wobei ja schon sein Name alles über seine Wasserbeschaffenheit aussagt . Der Weisswasserfluss ist ein sehr durchsichtiges weisse Wasser , doch tatsächlich sind diese Flüsse Lehmgelb , sehr trüb und es gelingt kaum , die untergetauchte Hand in einer Tiefe von 10 bis 20 cm noch zu erkennen . Dieses Weisswasser enthält riesige Mengen von Sedimenten , die er auf seinen langen Weg nach Amazonien abtransportiert hat . Solche Schwemmstoffe werden von den Anden bis zum Atlantik transportiert und es sind unvorstellbare Mengen von aufgeschwemmten Stoffen , die da transportiert werden . Der pH-Wert dieses Weisswassers fast beim Neutralwert um pH 7,0 .
Der Klarwasserfluss
Der Klarwasserfluss läßt doch den Schluß zu , daß es sich hier um sehr klares Wasser handeln muss , durch welches man bis tief hinab auf den Bodengrund schauen kann . Weit gefeht !!! Das Klarwasser ist leicht grünlich und besitz eine gewisse Transparenz , so das es zwar möglich ist , etwas tiefer hinabzuschauen , doch eine größere Sichttiefe ist nur in stillen , stehenden Gewässern möglich . Der pH-Wert liegt bei leicht sauren Werten zwischen 5 und 6 .
Der Schwarzwasserfluss
Aquarianern ist der Begriff Schwarzwasser bestens bekannt und der Rio Negro als bekanntester Schwarzwasserfluss besitzt er auch ein optisch dunkelbraunes Wasser , was auch relativ transparent ist , jedoch sind auch hier nur Sichttiefen bis zu einen Meter möglich . Man darf sich übrigens durch die braune farbe nicht täuschen lassen , denn selbstverständlich ist dieses Wasser nicht richtig braun und nur in den riesigen Mengen erscheint es bräunlich . Die leitfähigkeit des Wassers ist sehr gering , der meist etwa um 4 liegt . Es sind jedoch auch exdreme pH-Werte von 3,2 und 3,5 gemessen worden und diesen exdremen pH-Werte lassen Rückschlüsse auf die Lebensbedingungen der hier ansässigen Fische zu . Stellen sie sich einmal vor welche auswirkungen der pH-Wert auf eine Diskusfisch aus dem Rio Negro haben muss , wenn der Diskus nach dem Fang in ein AQ mit einen wesentlich höheren pH-Wert überführt wird . Das solche Fische durch die plötzlichen gravierenden pH-Werte-Änderungen belastet oder sogar ernsthaft geschädigt werden ist wohl logisch .
Auch wir Diskusliebhaber müssen dieser Tatsache Rechnung tragen und wir können nicht erwarten , daß sich heckel-Diskus die in der Natur bei pH-Werten um 4,0 leben , im Aq bei ph-Werten um 6,0 oder gar mehr erfolgreich fortpflanzen können .
Während der Haupausfuhrmonate für Diskusfische werden im Amazonasgebiet zahlreiche Diskusfische gefangen . Diskusfang ist eine schwere Arbeit , denn es werden entweder Stellnetzte im Uferbereich der Flüsse ausgelegt , die anschließend von Treibholz , Wurzeln und Ästen befreit werden müssen , um anschließend die Netze zusammen zu ziehen zu können und nach dem Fang zu sehen . Inschwischen gehen aber viele Fischfänger dazu über speziell nachts auf Zierfischjagd zu gehen und Diskusfische zu suchen . Die Fänger leben wochenlang auf ihren Booten .Viele Exporteure heuern direkt Fischfänger an , die in ihren Auftrage wochenlang unterwegs sind . An sonsten werden die gefangenden Fische in Plastikbehältern zwischengelagert , bis ein Aufkäufer am Boot vorbei kommt und die Fische mit nimmt . Während der Fangexpedition wird einfach immer das Wasser neu gewechselt und so überstehen die Fische problemlos einen Transport von mehreren Tagen , ja sogar Wochen bis zur Exportstation .

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