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Vorwort

Eines Tages wird ihr oberstes Streben die Nachzucht  ihrer Wildfänge sein und um tatsächlich Nachzucht zu erhalten , müssen sie ihren Fischen optimale Wasserbedingungen schaffen .

Die Geschlechtsbestimmungen bei Wildfängen ist sehr schwierig und äußere Körpermerkmale sind bei der bestimmung der Geschlechter kaum zu erkennen .

Die meisten Diskuspfleger , die Wildfangblut in ihre Zuchtlinien einkreuzen wollen , bedienen sich folgender Methode :

Sie setzen ein sehr laichwilliges Nachzuchtweib mit einen Wildfangbock zusammen in ein Zuchtbecken. Ist es tatsächlich ein Wildfanbock , so wird dieser von laichwilligen Nachzuchtweibchen ständig zur Laichvorbereitung animiert . Einige Asiaten üben diese Methode aus um damit wieder neue Nachzuchten auf den Markt zu bekommen  . Dieses ist persönlich nicht mein bestreben sondern ich möchte die Art erhalten . Aber dazu in einen anderen Kapitel mehr .

Umgekehrt funktioniert es übrigens wesentlich schlechter , denn Wildfangweibchen sind erstens kaum geschlechtlich zu bestimmen und zum anderen viel schwieriger zum Ablaichen zu bewegen , als wie das bei Nachzuchtweibchen der Fall ist . 


Meine damaligen NZ beim Laichen

Endlich die Zucht

Sollte sich ein Pärchen gefunden haben , so ist es ratsam sie in ihrer gewohnten Umgebung zu belassen . Auch wird es ihr Territorium beschützen und alle anderen Fische in einer Ecke des Aquariums zusammen drängen . Andereseits ist es für den Pflegetrieb sehr wichtig das Freßfeinde für die Jungfische im Aquarium vorhanden sind . Alle anderen Fische stellen ja eine gewisse Nahrungskonkurrenz dar und sind damit auch eine Gefahr für die Jungbrut des Pärchens .

Die Wasserwerte sind bei der Zucht sehr wichtig , da die Eier sehr schnell verpilzen können . So liegt der KH-Wert zwischen 1-2  und der Leitwert unter 100 . Der Ph-Wert sollte bei der Zucht immer nach unten gehen und zwar zwischen 5,0-6,0 der PH-Wert kann im Aquarium wahre Wunder wirken . Nicht nur Diskusnachzuchten sondern im Besonderen Diskuswildfänge reagieren sehr stark auf veränderungen im Aquariumwasser . So weiss ich ich auch das ein sehr starker Wasserwechsel auch eine Laich bereitschafft schneller von statten geht . So können sie die Fische mit leichten Temperaturveränderungen , und PH-Wertschwankungen aber auch Wasserzusätzen möglicherweise zu einer Eiablage bewegen . In der Natur kommt dieses Phänomen immer dann vor , wenn neues Wasser in der Regenzeit dazukommt . Die Flüsse Amazonien schwellen dann regelrecht an und die Wasserstände verändern sich drastisch . Dieser natürliche Auslöser sorgen dann dafür , das die meisten Wildfische zur Zucht schreiten . 

Vorbereitung

Die Laichvorbereitungen der Diskuswildfängen unterscheiden sich nicht von den Nachzuchten . Sie beginnen damit , das sie sich farblich verändern . Besonders in der hinteren Körperhälfte werden dunklere farben sichbar und die letzten vier bis fünf Senkrechstreifen treten deutlich dunkler hervor . Ein Ablaichen steht bevor . Auch beginnt das Pärchen immer wieder erneut aufeinander zuzuschwimmen und die Fische verneigen sich voreinander . Ab und zu geht ein heftiges Rütteln durch den ganzen Körper . Irgentwann beginnt der Diskus dann das ausgesuchte Laichsubstrat zu putzen an . Dieses kann ein Blatt , ein heitzstab , die Glaswand des Beckens sein oder aber die Laichvase sein . Allerdings kann dieses putzen auch mehrere Tage dauern . In der regel bevorzugt der Diskus ein Ablaichen der Abendstunden . Dies hat damit zu tun , das bei normaler Eientwicklung die Jungfische in den Morgenstunden mit den Freischwimmen beginnen werden und die Eltern dann den ganzen Tag Zeit haben um sich um die Larven zu kümmern .

Die Eiablage

Wird das Weibchen tatsächlich Eier ablegen , so schwimmt es die Laichunterlage und schwimmt von unten nach oben . Der Bock muss diese Eier sofort befruchten , dafür macht das Weibchen dann platz . Das Pärchen wechselt sich bei der Eiablage und der befruchtung stetz ab . Diese dauert etwa 1. Stunde . In der Regel werden 200-300 Eier gelegt und auch befruchtet wenn die Wasserwerte stimmen , dann wird sich auch ein großteil der Eier gut entwickeln . 

Bei Wildfangdiskus ist die Pflegemotivation sehr stak augeprägt und dies macht sich auch immer wieder bemerkbar . Ist die Eiablage erst erfolgt , so stehe die Diskus unermüdlich vor den Eiern und befächeln diese mit den Brustflossen . Diese befächeln sogt zusäzlich für Sauerstoff der Eier . Gute Partner wechseln sich in der regel ab . Mit unter kann es auch vorkommen das das Gelege zerstört wird oder aufgefressen wird , bis heute hat man die Ursache nicht erforscht . Es kann aber auch vorkommen das die Eier nicht befruchtet sind und verpilzen . Dieses geschieht oft bei unerfahrenden Pärchen oder bei nicht so guten Wasserverhältnissen . In der Regel sollen aber Wildfangdiskusdie beseeren Pflegeeltern sein als wie Nachzuchttiere .

Nun kommt das warten , ob alles geklappt hat

Die Eier benötigen von einer Temperatur von 30Grad zwischen 55 und 60 Stunden Entwicklungszeit . Etwas 24 Stunden nach der Eiablage können sie in den Eiern einen dunklen Kern mit bloßen Auge erkennen . Dieser dunkle Kern bedeutet eine befruchtung des Eies hin . Nach weitern 24 Stunden sin bereitz die kleinen Augen im Ei zu erkennen . Ist die Entwicklung von rund 60 Stunden abgeschlossen , dann schlüpfen die Larven zuerst mit den Schwanz , und hängen zappelnt am Laichzubstrat . Die kleinen Schwänzchen vibrien sehr stark , allerdings können die Larven nicht vom Untergrund wegschwimmen , denn sie kleben mit hilfe einer Klebdrüse ( die sie am Kopf besitzen ) an der Laichunterlage fest . Die Eltern kauen die Larven gerne aus den Eiresten herraus , was eine Schlupfhilfe bedeutet . Auch kommt es häufig vor das die Elterntiere die Larven umbetten , das bedeutet das das gesammte Gelege nicht mehr am selben Platz ist . Dieses ist vollkommen normal , und zur unterstützung kann man ein leichtes Mondlicht oder Blaulicht über Nacht brennen lassen , so das sich die Tiere bei der Kontrolle der Jungtiere etwas leichter tun. 

Was passiert nun weiter 

Da die Eiablage und die Betreuung des Geleges und der Larven die Elterntiere sehr beschäftigt , sind diese an Futter nicht so intressiert . Deshal sollte man die Fütterung deutlich reduzieren . Während der Fütterung wechseln sich die Tiere ab , so das ein Tier immer am Gelege bleibt .

Besonders Spannend wird es wenn die Jungen anfangen frei zu schwimmen , was nach weitern 60 stunden passieren wird . Die Larven haben sich soweit endwickelt , das der Klebefaden am kopf verkümmert und so nun die Möglichkeit haben , sich vom Untergrund zu lösen . Jetzt geschieht was fast  einmaliges in der Diskuszucht , denn nun schwimmen die Jungtiere die Körper der Eltern an . Dies ist bestimmt der kritischte Zeitpunkt bei der gesammten Zucht . 

Gelingt es den Jungfischen nicht , die Eltern anzuschwimmen , so können sie das Hautsekret der Eltern nicht fressen und verhungern . Die Elternfische haben zum großteil ein Hautsekret gebildet , welches zum großteil aus bakterien besteht , welches die Jungfische unbedingt als Erstfutter benötigen . Dieses Hautsekret ist das erste und einzige Futter während der ersten Lebendswoche nach dem Freischwimmen . Ohne dieses Hautsekret auf natürlicher Weise ist ein Überleben der Jungfische nicht möglich . Der schleinähnliche Aufwuchs am Körper kann man bei genauer Betrachtung sehr gut erkennen. 

Jetzt wird es Stressig

Nachdem die Jungfische dieses Hautsekret etwa 5 Tage lang gefressen haben , können jetzt frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien zu gefüttert werden . Diese kleinen Kreschen schlüpfen aus sogenannten Dauereiern die im Zoofachhandel erhältlich sind . Diese können sie auch leicht selber Züchten . Weiters entnehmen sie bitte auf meiner Hp unter Futter . 

Gierig fressen die kleinen Diskusfische diese Minikrebschen , wenn sie die Krebschen in der nähe der Jungen bringen . Dafür nimmt man am besten einen kleine Spritze ( in jeder Apotheke zu bekommen ) . Wenns irgent wie möglich lassen sie die Jungtiere 2-4 Wochen bei den Eltern , denn sie fressen auch während diesr zeit immer noch das Hautsekret der Eltern . 

Dann beginnt die stenge Elternbindung langsam nach zu lassen und die Kleinen entfernen sich immer weiter von ihren Eltern . 

Die ganze Zeit sind die Jungfische nun auf Futtersuche und sie fressen eigentlich alles Futtersorten , die auch die Elterntiere angeboten bekommen . In der dieser zeit kann man den Jungen jedes Futter schmackhaft machen und beibringen diese Futtersorten zu fressen . Für ein gutes Wachstum ist auch in dieser Zeit ein regelmäßiger Teilwasserwechsel sehr wichtig , da die Jungtiere jetzt zwischen 5 und 8 mal täglich gefüttert werden müssen . Es ist zu empfehlen das nicht aufgefressende Futter abzusaugen , um das nicht zu viele Schadstoffe im Wasser endstehen . Einen abwechslungsreiche Nahrung ist selbst verständlich . Wenn sie nun das befolgen werden ,iwerden hre Wildfänge in den nächsten Wochen kräftig wachsen und gedeihen .  

Nachwort  

Wenn sie ihre Jungfische in den nächsten Wochen heranwachsen sehen dann werden sie bestimmt auch feststellen , , daß gerade bei stark gezeichneten Elterntieren dennoch die Jungfische nicht die gleichen Körperzeichnungen aufweisen . Es ist äußerst schwierig , makante überdurchschnittliche Färbungen und Zeichnungen bei Wildfängendiskus weiterzuvererben . Die Asiatischen Profizüchter beugen solche probleme durch das einkreuzen von Nachzuchttieren vor . Der Mensch neigt immer dazu die Natur zu verbessern wollen . Das ihm dies aus menschlicher Sicht sehr oft zu gelingen erscheint , daran glauben wir Meschen wohl . Das dieses aber eigentlich gar nicht sein kann , dürfte beim logischen Nachdenken wohl klar sein .

Ich möchte die Art erhalten und nicht ,  wie manche Asiaten quer Züchten , daher ist mein Motto :

Natur ist Pur