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Das Aquarium
Das richtige Aquarium für ihre Diskusfildfänge zu finden ist gar nicht so schwierig, wenn sie einfache Regeln befolgen. " Je größer desto besser " . Dies ist natürlich sehr einfach gesagt aber das größere Aq ist biologisch viel einfacher zu pflegen, als kleinere Aq. Denn bei Diskuswildfängen werden sie ja nicht gleich versuchen , ein Pärchen zusammen zu stellen und dieses in ein kleineres Zuchtbecken umzustellen , sondern sie werden mehrere Diskus die Möglichkeit geben , gemeinsam zu leben und eventuell selbst eine Paarbildung zu wählen . Der einfachste und für Diskusfische auch meistens eingesetzte Aq-Typ ist die Auswahl eines Aq ohne Bodengrund und Pflanzen. Als Einrichtungsgegenstände werden üblicherweise Tonvasen eingesetzt, welche die Fische auch stimulieren sollen, an ihnen abzu- laichen. Die eine oder andere Wurzel ist in so einer Behausung auch noch an zu finden, und dann war es das auch schon. Diese fast sterilen Aq sind sehr einfach zu reinigen und dadurch kann so mache Krankheitsvorbeugung erreicht werden. Doch auch eingerichtete An lassen sich durch regelmäßigen Teilwasserwechsel, eine gute Filterung und einen mäßigen Besatz mit fischen sehr gut pflegen und sauber halten. Es spräche also nichts dagegen den Diskusfischen doch einen Bodengrund und einige natürliche Pflanzen anzubieten. Bei der Auswahl der Wurzeln ist immer eine Vorsicht angeraten, denn sollte diese Wurzel noch sehr viele Gerbstoffe und Huminstoffe abgeben, kann es vorkommen, dass das Wasser sehr schnell bräunlich wird und außerdem macht sich ein leichter Modergeruch bemerkbar. Die Wurzeln müssen deshalb sehr gut gereinigt und gewässert werden. durch einen regelmäßigen Teilwasserwechsel von mindestens 20% in der Woche können Farbstoffe entfernt werden. Auch der Einsatz eines Kohlefilters sorgt dafür dass unerwünschte Farbstoffe entzogen werden. Beim Aufstellen eines Aq n modernen Wohnräumen gibt es eigentlich keine baulichen Einschränkungen, denn bis zu 1.000 kg Gewicht auf eine Grundfläche von 120x60x50hält jedes Gebäude gut aus. Damit es keine unnötigen Spannungen auf der Glasbodenplatte des Aq gibt, empfehle ich immer, Aq mit Zwischenschicht auszugleichen. Zwischen Untergestell und Aq kommt also eine dünne Styropor-oder Schaumstoffplatte, die Unebenheiten und Spannungen ausgleichen.
Der Bodengrund
Schauen wir in die Natur, so stellen wir fest, dass dort oftmals ein heller, feinsandiger Bodengrund vorhanden ist. Unsere Diskusfische sind es also gewohnt, über einen hellen Sandboden zu leben. Der Sand kann gar nicht fein genug sein, denn die Fische lieben es, nach verstecktem Futter zu suchen und den Sand dazu aufzublasen, um an das Futter zu kommen. Es ist nicht nötig, im gestammten Aq-bereich, den Sand zu hoch an zuordnen. Mit hilfe von Trennscheiben können sie das Aq in eine vordere und eine hintere Hälfte aufteilen. Im Vordergrund genügt dann eine Sandschicht von etwa einem Zentimetern Höhe, wo sich Futterreste übrigens auch sehr leicht absaugen lassen. Im hinteren Aq-bereich wird dann stellenweise bepflanzt und dort kann der Sand ohne weiteres 5-7Zentimerter hoch geschichtet werden. Man kann kann auch dann noch im hinteren bereich etwas grob körnigeren Sand nehmen.
Das Wasser
Im Normalfall reicht für den Normalaquarianer sein Leitungswasser völlig aus um sein Aquarium erfolgreich zu betreiben Wenn es ihm gelingt , sein Wasser auf einen PH Wert von 7,0 und einer Gesamthärte in einen Bereich von 10 ,0 DGB einzustellen , dann kann kaum etwas passieren. Auch wenn viele Leitungswasser stark geklort sind, so ist dies kaum von großer Bedeutung, denn notfalls genügt es dieses Wasser einfach ein Tag abstehen zu lassen. Anders sieht es schon bei der Pflege von Diskusfischen aus. Diskusfische sind Bewohner von sehr weichen Gewässern und es sollte doch möglich sein und besonders Diskuswildfängen ein ähnliches Wasser im Aquarium zu bieten. Doch dieses ist nicht so einfach, denn öffentliches Trinkwasser wird meist aufgehärtet und der PH-Wert wird über 7 eingestellt. Wir haben nun das Problem dieses Wasser wieder Diskusgerecht zu machen. Dazu gibt es verschiedene Methoden und je nach Ausgangswasser müssen sie mehr oder weniger Arbeit in dieses Wasseraufbreitung stecken.
Mit Torf lässt sich das Wasser etwas enthärten und dann auch leicht ansäuern. Jedoch darf man keine Wunder erwarten. Eine gute Enthärtung ist nur mit Umkehrosmose oder Ionenaustausch möglich. Aber dazu später mehr . Liegt die Gesamthärte ihres Leitungswassers nur um 10,0dGB, dann können sie dieses recht einfach durch einen Einsatz von Torf weiter enthärten. Der Torf nimmt die Härte teilweise aus dem Wasser und fügt Huminsäure zu, so dass auch der pH-Wert langsam abfällt. Wenn sie b.s.w.Torffilter verwenden, dann können sie sehr gut eine gewisse Menge an Torf in einen Damenstrumpf einbinden und einfach in diesen Filtertopf legen. so kann man ganz einfach den Nylonstrumpf auch ganz einfach wieder entfernen. Allerdings müssen sie auch immer wieder berücksichtigen, dass weiches Wasser sehr labil ist, was PH-Wertschwankungen angeht. Sehr weiches Wasser kann also bei zusätzlicher Ansäuerung sehr schnell unkontrolliert im pH-Wert fallen und dann kann es zu Schädigungen der Diskus kommen.
Ionenaustauscher
Eine etwas ältere Methode um AQ-Wasser zu enthärten, ist der Einsatz von Ionenaustauschern. Es gibt zwei Arten von Ionenaustauscherharze. Zum einen den so genannten Kationenaustauscher und zum anderen Anionenaustauscher . Dies Austauschharze werden zur Teil-oder Vollentsalzung des AQ-Wassers eingesetzt. wenn sie mehr darüber erfahren möchten kann ich das Buch von "Hanns Joachim Krause: Handbuch Aquariumwasser " empfehlen. Das Austauschharz baut die Wasserwerte so zu sagen um und erschöpft sich auch mit zunehmenden Wasserdurchfluss. Die Harze müssen immer wieder regeneriert werden um diese Regenerierung ist eigentlich das Problem, denn es muss hiermit mit Salzsäure und Natronlauge gearbeitet werden .Da viele Aquarianer dieses Prozedur scheuen, greifen sie auf die Möglichkeit der Umkehrosmose zurück.
Umkehrosmose
Heute gibt es die verschiedensten Umkehrosmoseanlagen für jedes Aquarium zu erschwinglichen Preisen .Das Herz einer so genannten Osmoseanlage ist die halbdurchlässige Membran. Das Leitungswasser enthält Salze und gelöste Stoffe, welche die feine Membran nicht durchdringen können. so erhält man mittels hohen Drucks auf der einen Seite der Membran nahe zu reines Wasser und auf der anderen Seite stärker konzentrierte salzige Lösung. Sie müssen sich dieses Verfahren wie eine ultrafeine Filterung vorstellen. Dieses Reinwasser kann fast mit einen destillierten Wasser verglichen werden. Die meisten Umkehrmosegeräte für aquaristische Zwecke kommen mit dem üblichen Wasserleitungsdruck gut zurecht, und sie müssen keine zusätzliche Motorpumpe kaufen. Nur bei größeren Wasserverbräuchen empfiehlt es sich doch eine zusätzliche Motorpumpe einzusetzen. Zu beachten ist, dass die meisten Membranfilien empfindlich gegen Chlor und grobe Verschmutzungen sind. Es empfiehlt sich daher immer einen Aktivkohlefilter vor einer Umkehrosmoseanlage zu schalten. Auch der Einsatz eines speziellen Vorgeschalteten Schmutzfilters ist günstiger. Die kleinere Osmoseanlage sind sehr einfach aufgebaut und es gibt einen Einlauf für das Leitungswasser, einen Ablauf für das Reinwasser welches wir im AQ verwenden wollen: diese wird Permeat genannt und als drittes gibt es das salzige Abwasser, welches Konzentrat genannt wird.
Heizung
Die Diskusfische lieben eine höhere Wassertemperatur als die meisten Zierfische. So richtig wohl fühlen sie sich erst bei Wassertemperaturen von 28 C und darüber. In ihren Heimatgewässern kommt es in den Überschwemmungszonen durchaus zu Wassertemperaturen um 33 C und es ist gerade bei Wildfängen wichtig, die Wassertemperatur immer gewissen Schwankungen unterliegen zu lassen. Sie sollten also auch im Aq darüber nachdenken, die Temperatur nach oben und nach unten zu variieren, das dazu führen kann, dass ihre Diskuswildfänge zum Ablaichen angeregt werden. Geheizt werden die AQ in der regel mit Thermostatstabheizer. Wenn sie ein Markengerät erwerben, sind sie immer auf der sicheren Seite. In großen Aq empfehle ich mehrere Heizstäbe einzusetzen. Die Wassertemperatur wird auch sehr gerne als Heilmittel für mögliche Diskuskranheiten eingesetzt. So ist es beispielsweise üblich, Diskusfische die von Parasiten gequält werden, mit einer Temperatur Erhöhung heilen zu wollen. Dabei wird über einen Zeitraum von 2-3 Tagen die Wassertemperatur von 28 C auf 36 C erhöht. Allerdings ist es dabei wichtig, sehr exakt die Temperatur zu kontrollieren. Ist die Temperatur von 36 C erreicht worden, bleiben die Fische für weitere 2-3 Tagen bei dieser Temperatur und dann wird wieder über 2 Tage verteilt die Temperatur auf Normalwerte abgesenkt. Diese Temperaturkur ist zwar sehr stressig für die Fische, sie kann aber durchaus bei Krankheiten sehr hilfreich sein. Allerdings ist immer zu gewährleisten, dass das Wasser mit ausreichend Sauerstoff versehen ist. Je nach der Menge der Aq-Pflanzen, empfiehlt sich Möglichweise eine Kabelheizung in den Boden zu verlegen. Die Zirkulation des Wassers wird durch die Wärmeleitung des Heizkabels erheblich verbessert, und dem kommt den Pflanzenwuchs zu gute.
Beleuchtung
Wenn sie ihr Diskusaquarium nicht bepflanzen oder nur die eine oder andere kleine Pflanze auf einer wurzel binden, dann können sie ein solches an sich etwas schwächer als üblich beleuchten. Es ist nicht gesagt, dass Diskusfische immer ein dämmriges Aq bevorzugen. denn oft tritt in solchen schlecht beleuchteten Aq der Effekt auf , dass die Fische sehr scheu werden . Andererseits müssen solche Aq aber auch nicht übermäßig ausgeleuchtet werden, denn wo kaum Versteckmöglichkeiten vorhanden sind, da ist es auch nicht nötig, die Diskus mit grellem Licht zu stören. Bepflanzte Aq benötigen dagegen mehr Licht und gerade wenn sie etwas lichthungrige Pflanzen haben im Aq, etwas stärker beleuchten. Künstliches licht ist für den Algenwuchs meist wesendlich weniger förderlich, als vergleichsweise natürliches Licht und daher muss das Aq nicht in bereich eines Tageslichts gestellt werden. Ihre Pflanzen und Fische benötigen eine Tag -nacht-Rythmus und in der Regel müssen sie das Aq 12 Stunden beleuchten.
CO 2
Bei einer Bepflanzung empfiehlt es sich immer eine Kohlendioxiddündung einzuplanen. Nur dann hat man wirklich Freude an seine Aq-Pflanzen. Kohlend. gibt es in verschiedenen Varianten und sie sollten sich vielleicht mal einige im Fachhandel anschauen, um dann zu entscheiden, welche Anlage die richtige für sie sein wird. ideal ist eine Kohlend. mit automatischer Nachtabschaltung, so das während der Nachtzeit nicht unnötig Kohlendioxid verbraucht wird. Die kleinen Glasbläschen werden über Kontaktrohre mit dem Aq-Wasser in Verbindung gebracht und gehen dann in Lösungen auf. Das Kolendioxitd löst sich und kann jetzt von den Pflanzen aufgenommen werden. Diese Art von Düngung ist heut zu Tage nicht mehr weg zu denken.
Leuchtstoffröhren
Es gibt für das Pflanzenwachstum spezielle Leuchtstoffröhren, die ebenfalls in vielen Varianten im Fachhandel angeboten werden. Wenn der Pflanzenwuchs in ihren Aq eindeutig im Vordergrund stehen soll, dann ist es schon nötig, eine entsprechende Lichtmenge für die Pflanzen bereit zu halten. Eine Neonröhre über eine Aq ist dann einfach zu wenig. Besser ist es schon, 3 geeignete Röhren über einen solchen Aq zu montieren. Denken sie bitte auch daran das die Leuchtstoffröhren. einer Alterung unterliegen und im Wechsel ist immer wieder solche Röhre auszutauschen.
Das biologische Gleichgewicht
Bei der Einrichtung eines solches Diskusaq. müssen sie sich schon ein wenig Zeit lassen, denn es dauert schon, bis sich das biologische Gleichgewicht im Aq perfekt eingestellt hat. Es ist absolut unsinnig, ein solche Aq einzurichten und am nächsten Tag schon Diskusfische ein zusetzten. Sie schaden ihren Fischen nur, wenn sie so handeln. Ist der Bodengrund in das An eingebracht worden, die Pflanzen haben ihren platz gefunden und das Wasser ist eingefüllt, dann empfiehlt es sich, die gesammte Technik sofort in betrieb zu nehmen. Neben der Beleuchtung und Heizung spielt die Filterung die dritte bedeutende Rolle in einen Aq. Filterung bedeutet Wasserbewegung, aber auch Entfernung von Schadstoffen aus dem Wasser. Die Filterung soll so dimensioniert sein, dass sie zur größe des Aq und zum Besatz der Fische passt.
Die Filterung
Ich persönlich hatte einen 4 Kammer- Innenfilter und habe ihn bestückt wie folgt: 1. Kammer Plastikigel, 2.Kammer Tonröhrchen, 3. Kammer grober Kies, dann 4. Kammer unten Filterwatte, drauf kam dann die Tunze oberhalb, bin mit diesen System sehr gut gefahren und habe den Filter in ca. 18-24 Monaten leicht gesäubert. Man darf auch nicht den Filter zu heiß ausspülen, dadurch werden die Bakterien abgetötet. Welche Filterung sie wählen ist zum einem Geschmacksache, zum anderen natürlich auch Ansichtsache. Im Fachhandel gibt es zahlreiche verschiedene Filtersysteme und alle sind irgendwie geeignet, ein Aq bestens zu filtern. Auch eine Schnellfilterung kann für ein Aq nützlich sein, denn dann lassen sich wie der Name schon sagt --schnell Abfallstoffe beseitigen. Auch die gesagten Topffilter mit aufgesetzten Motorköpfen sind für die Aq gut geeignet. Das Wasser wird hier aus dem Aq gesaugt, durch den Topffilter mit verschiedenen Filtermassen gepresst und mit Hilfe der Motorpumpe in das Aq zurück geleitet. Diese einfache, aber seid vielen Jahren ausgereifte Filtertechnik ist aus der Aquaristik nicht mehr weg zu denken.
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